WordPress Sicherheit: 10 Tipps gegen Hacker

WordPress ist das beliebteste CMS der Welt – und damit auch ein bevorzugtes Ziel für Hacker. Mit diesen 10 bewährten Sicherheitstipps schützen Sie Ihre Website effektiv vor Angriffen.

Warum WordPress-Sicherheit so wichtig ist

Erschreckende Statistiken

  • 90.000+ Hackerangriffe auf WordPress pro Minute
  • 43% aller Websites weltweit nutzen WordPress
  • 70% der WordPress-Installationen sind angreifbar
  • Durchschnittliche Kosten eines Hacks: 5.000 – 50.000 €

Die meisten WordPress-Hacks passieren nicht durch ausgeklügelte Angriffe, sondern durch vermeidbare Sicherheitslücken: veraltete Software, schwache Passwörter oder unsichere Plugins.

10 Sicherheitstipps für WordPress

1. WordPress, Themes & Plugins aktuell halten

Updates sind der wichtigste Schutz. Die meisten Hacks nutzen bekannte Sicherheitslücken in veralteten Versionen aus.

  • Aktivieren Sie automatische Updates für kleinere Versionen
  • Prüfen Sie wöchentlich auf größere Updates
  • Erstellen Sie vor Updates immer ein Backup

2. Starke Passwörter verwenden

Mindestens 16 Zeichen mit Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Nutzen Sie einen Passwort-Manager wie Bitwarden oder 1Password.

Profi-Tipp

Ändern Sie den Standard-Benutzernamen "admin" in etwas Einzigartiges. Hacker versuchen oft automatisiert, sich mit "admin" einzuloggen.

3. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren

Mit 2FA benötigen Angreifer neben dem Passwort auch Zugriff auf Ihr Smartphone. Plugins wie WP 2FA oder Google Authenticator machen die Einrichtung einfach.

4. Login-Versuche begrenzen

Brute-Force-Angriffe versuchen tausende Passwörter. Begrenzen Sie fehlgeschlagene Login-Versuche auf 3-5 und sperren Sie die IP temporär.

5. SSL-Zertifikat (HTTPS) nutzen

Ein SSL-Zertifikat verschlüsselt die Datenübertragung. Die meisten Hoster bieten kostenlose Let's Encrypt Zertifikate an. HTTPS ist auch ein SEO-Ranking-Faktor!

6. Regelmäßige Backups erstellen

Im schlimmsten Fall können Sie Ihre Website aus einem Backup wiederherstellen. Speichern Sie Backups extern (Cloud, eigener Server), nicht nur auf dem Webspace.

  • UpdraftPlus – Kostenloses Backup-Plugin
  • BlogVault – Premium mit automatischer Wiederherstellung
  • Jetpack Backup – Echtzeit-Backups

7. Sichere Hosting-Umgebung wählen

Ein guter Hoster bietet integrierte Sicherheitsmaßnahmen wie Firewalls, Malware-Scans und automatische Updates. Empfehlenswerte WordPress-Hoster:

  • Raidboxes (Deutschland)
  • FLAVOR (Deutschland)
  • Kinsta
  • WP Engine

8. Dateiberechtigungen prüfen

Korrekte Berechtigungen verhindern unbefugten Zugriff:

  • Ordner: 755
  • Dateien: 644
  • wp-config.php: 600 oder 640

9. XML-RPC deaktivieren (wenn nicht benötigt)

XML-RPC wird für Pingbacks und die mobile App genutzt, ist aber ein beliebtes Angriffsziel für DDoS und Brute-Force-Attacken. Deaktivieren Sie es, wenn Sie es nicht brauchen.

10. Security Headers implementieren

HTTP Security Headers schützen vor verschiedenen Angriffsarten. Die wichtigsten:

  • X-Content-Type-Options
  • X-Frame-Options
  • Content-Security-Policy
  • Strict-Transport-Security (HSTS)

Die besten WordPress Security Plugins

Plugin Preis Besonderheit
Wordfence Kostenlos / ab 119$/Jahr Firewall, Malware-Scanner, Login-Schutz
Sucuri Security Kostenlos / ab 199$/Jahr Cloud-Firewall, CDN, Malware-Entfernung
iThemes Security Kostenlos / ab 99$/Jahr Über 30 Sicherheits-Features
All In One WP Security Kostenlos Benutzerfreundlich, viele Features gratis

Empfehlung

Für die meisten Websites reicht Wordfence in der kostenlosen Version aus. Für Unternehmens-Websites empfehlen wir die Premium-Version oder Sucuri.

WordPress gehackt? Das sollten Sie tun

Sofortmaßnahmen

  1. Website offline nehmen (Wartungsmodus)
  2. Alle Passwörter ändern (WordPress, FTP, Datenbank, Hosting)
  3. Backup wiederherstellen (von vor dem Hack)
  4. Malware-Scan durchführen
  5. Alle Plugins & Themes aktualisieren
  6. Google Search Console prüfen (manuelle Maßnahmen)

Wenn Sie sich unsicher sind, beauftragen Sie einen Experten. Eine professionelle Malware-Entfernung kostet ca. 200-500 €, spart aber langfristig Kosten und Nerven.

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ITVerständlich

Über den Autor

Mohamad Delleh

WordPress-Experte und Gründer von ITVerständlich. Ich helfe Unternehmen dabei, ihre WordPress-Websites sicher und performant zu betreiben.